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Auf dieser Seite möchte ich Euch gerne meine Geschichte der Berlin-Uhr kurz vorstellen. Mitte der 70iger Jahre erblickte ich in einem Drogerie Markt in Berlin/Buckow eine Berlin-Uhr. Diese stammte noch das der ersten Serie, die Stundenfelder leuchteten grün, und eine Weckfunktion kannte die Uhr auch noch nicht. Da mich die Uhr sowie das Prinzip sehr neugierig machte schrieb ich einen Brief an die Berlin-Uhr Firma (Videor). Es dauerte nicht lange und ich bekam eine Antwort. Direkt von Herrn Binninger der mich einlud seine Werkstatt (damals in Bezirk Wedding) zu besuchen. Die Werkstatt war voll von Berlin-Uhren. Dieter Binninger zeigte mir viele Uhren und erklärte genau das Prinzip der Technik. Es waren auch einige Berlin-Uhren zu sehen die nie im Handel kamen, leider. Wirklich tolle Designerstücke. Es gab sogar ein Prototyp den man als Halskette tragen konnte. Das LCD-Display war zu seiner Zeit natürlich nur in Schwarz/Weiß. Davon hätte ich mal ein Foto machen sollen. Ungefähr zur gleichen Zeit wurde ein großes Standmodell der Berlin-Uhr auf dem Kurfürstendamm aufgestellt. Aufgestellt wurde sie von ihrem Erfinder D. Binninger am 18. Juni 1975 und sie war bis dato eine der Attraktionen auf dem Kurfürstendamm. Das Großmodell der Berlin-Uhr stand bis 1996 am Kurfürstendamm/Ecke Uhlandstr, 7m hoch und zeigte den Berlinern und Ihren Gästen als erste Uhr der Welt die Zeit mit leuchtenden farbigen Feldern an (Guiness-Buch). Seit 1996 ist sie zum "Europacenter" umgezogen und steht neben dem Eingang zum Tourist-Infocenter. Zwei Jahre später kaufte ich mir von der Berlin-Uhr ein großes Wandmodell. Das hat noch die Seriennummer 1. Diese hatte ich direkt bei Herrn Binninger erworben. Das Wandmodell war nur zweimal defekt. Nach fast 25 Jahren funktioniert die Uhr immer noch tadellos über meinen Schreibtisch. Einige Jahre später musste ich mir natürlich noch ein Tischmodell kaufen. Auch das funktioniert noch heute wie am ersten Tag. Im Jahre 1991 verunglückte Dieter Binninger (53) tödlich mit einem Privatflugzeug. Dieter Binninger hatte selber einen Pilotenschein. Die genaue Absturzursache ist nicht bekannt. Seine Witwe hat kein Interesse an der Berlin-Uhr und der Firma. Die Berlin-Uhr GmbH wurde nun von der Firma Kindermann im Bezirk Rudow übernommen. Dort wurden viele Uhren gefertigt und repariert. Allerdings waren die Uhren nicht billig. Ein Tischmodell kostete schon mal 120 Euro. Das Großmodell der Uhr wurde aus
Kostengründen umgesetzt. Die Uhr steht jetzt hinter dem Europa-Center bzw.
gegenüber dem Fernsehstudio von Sabine Christiansen. Bei den ersten
Sendungen konnte man manchmal ein Blick auf die Berlin-Uhr erhaschen. Das
Modell vergammelt so langsam, aber in Funktion ist sie noch heute. Von den
Großuhren wurde auch zwei in die USA (an einen Tabakkonzern) geliefert. Ob
diese heute noch dort stehen ist mehr als fraglich. Im Mai 2002 hat die Firma Kindermann ihren Betrieb von Berlin-Uhren eingestellt. Damit endet das Lebenswerk von ihrem Erfinder Dieter Binninger. |